Bombenstimmung in Saarlouis

Die Kreisstadt Saarlouis teilt in einer neueren Pressemitteilung auf der städtischen Internetseite mit, dass zu Beginn der Bauarbeiten zur Umgestaltung des Pfarrgartens in Fraulautern am Fuße des Denkmals für die Opfer der Weltkriege unter einer mit einem Kreuz gekennzeichneten Sandsteinplatte eine verlötete Munitionshülse gefunden worden sei, die dann vom Kampfmittelräumdienst der Saarländischen Polizei geöffnet wurde. Auf einem der beiden Fotos wird gezeigt, wie Oberbürgermeister Peter Demmer und Benedikt Loew, der Leiter des städtischen Museums, einen Blick in die Kartusche werfen.

 

Festgestellt wurde von beiden, dass in einer Innenhülse eine Urkunde und sieben Münzen in Nachkriegswährung enthalten waren. Der Text dieser Urkunde vom 30. November 1958 ist in der Pressemitteilung im Wortlaut wiedergegeben. Soweit die Informationen zu dem sensationellen Schatzfund.

Obwohl die Stadt Saarlouis nach Beginn der Erdarbeiten von einem Vorstandsmitglied des Vereins für Geschichte und Heimatkunde Saarlouis-Fraulautern e. V. auf die Existenz dieser Kapsel und ihre genaue Lage hingewiesen wurde und ebenso auf die historische Bedeutung ihres (bekannten) Inhaltes, hielt es seitens der Stadt niemand für notwendig, den besorgten Tippgeber oder überhaupt einen Vertreter des örtlichen Heimatvereines zur Präsentation des Fundes hinzuzuladen. Immerhin wäre dies ein Zeichen seitens der Verwaltung gewesen, dass man dankbar für diesen Hinweis war und dass man die Zusammenarbeit der kulturellen Vereine mit den zuständigen Ämtern schätzt und die ehrenamtliche Arbeit der Vereine anerkennt. Man hätte gewiss erwarten dürfen, dass durch die Hinzuziehung eines Vereinsvertreters oder des anonymen Hinweisgebers aus dem Vorstand des Vereins erst die Möglichkeit geschaffen wurde, die Kartusche mit ihrem Inhalt unbeschädigt vor der Baggerschaufel zu retten. Vielleicht braucht die Stadt Saarlouis solche Erfolgsmeldungen auf kultur-historischem Gebiet; dann hätte sie aber nicht verschweigen sollen, dass der „Schatzfund“ in der dargestellten Weise und rechtzeitig vor seiner Vernichtung nur durch die Mitarbeit des örtlichen Heimatvereines ermöglicht wurde. Nicht nur der Verein für Geschichte und Heimatkunde Saarlouis-Fraulautern e. V., sondern generell sämtliche Heimatvereine des Stadtverbandes, die oft nur als eine Ansammlung von Geschichts-interessierten im Rahmen gelegentlicher Buchveröffentlichungen registriert werden, sind auf eine solche nicht ungerechtfertigte Darstellung in der Öffentlichkeit angewiesen, wenn sie sich zur Bewahrung der Geschichte oder zur Aufdeckung geschichtsrelevanter Umstände ehrenamtlich einsetzen.

Das Vorgehen der Kreisstadt Saarlouis zeigt daher recht deutlich, wie wenig sensibel man dort in den entsprechenden Ämtern mit solchen Hinweisen oder Hilfestellungen umzugehen scheint. Auf jeden Fall bleibt im Verein für Geschichte und Heimatkunde Saarlouis-Fraulautern e. V. ein gewisses Unverständnis zurück, wie sich die Stadt Saarlouis die Zusammenarbeit mit den historischen Vereinen in der täglichen Praxis auch in der Zukunft vorstellt.

 

Dagegen war die Idee, den Kampfmittelräumdienst der Polizei zur Sicherung der unschuldigen Grundsteinkartusche hinzuzuziehen, einfach grandios. Ein Glück, dass daraufhin keine Totalevakuierung des Stadtteils Fraulautern erfolgte, um das gefährliche Objekt vor Ort zu sprengen.

2018
Vereinszeitung des Verein für Geschichte und Heimatkunde Fraulautern
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2017 Vereinszeitung des Verein für Geschichte und HEimatkunde Fraulautern
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2016

Neue Vereinszeitung 

Der Vorstand des Vereins informierte seine Mitglieder im Zusammenhang mit der diesjährigen Mitgliederversammlung durch Überreichung bzw. Übersendung einer Vereinszeitung, in welcher die Vereinsaktivitäten im verflossenen Jahr 2016 sowie die beabsichtigten Veranstaltungen in diesem Jahr erläutert wurden. Die Vereinszeitung wurde von der 2. Vorsitzenden vortrefflich gestaltet.

Vereinszeitung 2016 online

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2015

2014

Doppelfeier im Torhaus Soubise

Neuer Versammlungsraum eröffnet - Ehrung für Erich Pohl

Fontaine überreichte Erich Pohl das Glaskunstwerk, geschaffen von Thomas Zech von der Fa. Glas Zech.

4 Tage vor Heiligabend hatte der Verein für Geschichte und Heimatkunde Saarlouis-Fraulautern e.V. zu einer Doppelveranstaltung in das Torhaus Soubise vor der „Grundschule im alten Kloster“ eingeladen. Der Anlaß war ein zweifacher: einmal wurde der neu geschaffene Arbeits- und Versammlungsraum des Vereins offiziell eröffnet und vorgestellt; zum anderen war es das Anliegen des Vereins in dieser ersten öffentlichen Veranstaltung in den neu geschaffenen Räumen dem aus Fraulautern stammenden Ehrenbürger der Stadt Saarlouis, Erich Pohl, im Namen aller Fraulauterner Vereine und Bürger für seine jahrzehntelange Tätigkeit zu danken.

Weil bei der Verleihung der Ehrenbürgerschaft an Erich Pohl durch die Kreisstadt Saarlouis die Fraulauterner wie auch die Fraulauterner Vereine dem Ehrenbürger nicht sämtlich ihre Freude und ihren Dank entgegenbringen konnten, hatte es der Verein für Geschichte und Heimatkunde übernommen, gemeinsam mit den in der IFBV organisierten Bürgerinnen und Bürger sowie der Vereine und in der FOG zusammengefassten Gewerbetreibenden von Fraulautern eine besondere Ehrung durchzuführen. Wegen der Verdienste des ortsansässigen Ehrenbürgers ging der Vorsitzende des Vereins auf drei Schlagworte ein, unter welchen man das Wirken von Erich Pohl in seinem Stadtteil näher umschreiben könnte.

Als ein Mann des Sports ist Erich Pohl zu bezeichnen nicht nur durch seine vielfältige eigene Betätigung innerhalb verschiedener Sportdiziplinen, sondern ganz besonders als Fußballer des SV 09 Fraulautern, dem stets eine besondere Schnelligkeit und bestechende Technik nachgesagt wurde, als Jugendbetreuer wie auch als zeitweiliger Trainer dieses Vereins. Vor allem war Erich Pohl zu Beginn der 50iger Jahre dabei, als der SV 09 Fraulautern als Omnisportverein  wiederbelebt und neu aufgestellt werden musste. Dabei war Erich Pohl ein Mann für die Jugend, der schnell erkannte, dass die Begeisterung der Jugend für den Sport für die Wiederentstehung des Vereines wichtig war und dass nur die Jugend das Transportmittel sein konnte, auf Dauer über den Sport hinaus Freund-schaften zu schaffen, zu pflegen und zu erweitern. Erich Pohl ist nicht zuletzt auch ein Mann der Geschichte, nicht allein wegen der selbst erlebten Geschichte in den Zeiten des zweiten Weltkrieges und unmittelbar danach sondern weil er auch Geschichte gelehrt hat und immer wieder versucht hat, andere für die eigene Geschichte für die Ortsgeschichte aber auch für die saarländische Geschichte zu begeistern als Lehrer, als Museumsleiter und als Stadtführer. Spätestens seit der Verleihung der Ehrenbürgerschaft ist Erich Pohl aber auch ein Teil der Geschichte seiner Stadt, die er zuvor schon als Stadtrat, als Beigeordneter und als Initiator und Botschafter innerhalb der Städtepartnerschaften in besonderer Weise unterstützt hat.

Im Namen der genannten Vereinigungen (IFBV und FOG) sowie im Namen auch des Vereins für Geschichte und Heimatkunde von Fraulautern wurde Erich Pohl das Fraulauterner Wappen als Glaskunstwerk überreicht, geschaffen von Thomas Zech von der Firma Glas Zech hier in Fraulautern. 

Erich Pohl bedankte sich in seiner allseits bekannten humorvollen aber doch bescheidenen Art und stellte die Frage, was er denn überhaupt Besonderes getan habe. Er habe nur den Leuten helfen wollen, der Jugend und auch den Vereinen, wie auch allen anderen Fraulauterner Mitbürgern, die an ihn mit ihren Anliegen herangetreten seien. Zeitweilig habe er sich als „Stadtbote“ gefühlt, weil er oft genug vor seinem Dienst als Lehrer die Anliegen seiner Mitbürger an die städtischen Behörden wei-tergeleitet und oft danach auch wieder die rückläufige Post verteilt habe. Er habe dies ungeachtet der Person des Bittstellers für alle gleichermaßen gerne gemacht. Erich Pohl bedankte sich daher im Namen der anwesenden Familie für die Würdigung seiner Tätigkeit und das ihm überreichte Geschenk und versicherte, sich nach wie vor und „so lange es geht“ sich für seine Mitbürger einzusetzen. Ein zweites Glas Wein rundete diesen Teil der Veranstaltung ab, die sich nach vielen persönlichen Dankesworten und Fachgesprächen noch bis in den frühen Nachmittag hinein fortsetzte.

Erich Pohl jetzt Ehrenmitglied

„Lothar-Fontaine-Platz“

 

In Anerkennung seines Wirkens und seiner Verdienste hatte der Rat der Kreisstadt Saarlouis beschlossen, die Museeumspassage an der Kaserne 6 zu Ehren des langjährigen Leiters des historischen Stadtarchivs, des am 05.12.2012 verstorbenen Herrn Lothar Fontaine, in „Lothar-Fontaine-Platz“ umzubenennen. Als ausgewiesener Kenner der Stadt-, Regional- und Militärgeschichte der Garnisonsstadt Saarlouis hat er als Mitautor zahlreicher Publikationen seine umfassenden Kenntnisse einfließen lassen und mit seiner stetigen Bereitschaft, diese Kenntnisse zu vertiefen und mitzuteilen, eine wertvolle Basisarbeit für die Stadtgeschichte geleistet und so gleichzeitig ein hervorragendes Beispiel bürgerschaftlichen Engagements gezeigt. Die feierliche Einweihung des Lothar-Fontaine-Platzes fand statt am Samstag, dem 24. Mai 2014. 

 

Eröffnung "Bistro Carat" am 24. Mai 2014

Fotos : Norbert Zech

Gründung des Stadtverbandes der historisch-heimatundlichen Vereine Saarlouis

Einstimmig wurde am Donnerstag, den 24.04.2014, im Vereinshaus in Saarlouis-Fraulautern ein Stadtverband der heimatkundlich-historischen Vereine in Saarlouis auf der Basis einer zuvor mehrfach umgearbeiteten Satzung gegründet, wobei neben dem Stadtteil Steinrausch, der noch keinen Heimatverein besitzt, sämtliche Stadtteile der Kreisstadt vertreten waren. Man war sich in vielen Vorbesprechungen einig, dass es jetzt höchste Zeit ist, einen solchen Stadtverband zu gründen, der die Interessen der heimatkundlichen Forscher unterstützt und fördert. Nach dem Satzungszweck soll dies erreicht werden durch enge Zusammenarbeit der einzelnen Mitgliedsvereine, durch Vertretung der Mitgliedsvereine gegenüber Stadtverwaltung/Stadtrat in heimatkundlich-historischen Angelegenheiten, durch Organisation von gemeinsamen Veranstaltungen, durch verstärkte Öffentlichkeitsarbeit in gemeinsamen Kulturangelegenheiten, durch Beschaffung, Bereithaltung und Austausch von Informationen und technischen Einrichtungen, Archivierung von Bildern, Dokumenten und Schriften und schließlich durch die Veröffentlichung von heimatkundlichen Büchern und die Begleitung historischer Führungen. Die stark besuchte Veranstaltung gab kund von dem neu erstarkten Interesse an heimatkundlicher-historischer Forschung in unserer Stadt.

Wir wünschen dem neuen Stadtverband unter seinem Vorsitzenden Michael Hoen (Verein für Heimatkunde Neuforweiler) viel Geschick und Erfolg zur Erreichung der angestrebten Ziele.

Vereinsraum Torbogen:
Klosterstraße 15
66740 Saarlouis-Fraulautern
______________________

Geschäftsadresse:
Verein für Geschichte

und Heimatkunde

Saarlouis-Fraulautern e.V.
Jahnstr. 93
66740 Saarlouis

Der Jahreskalender 2022 ist erhältlich für 15,00 EUR an den bekannten Verkaufsstellen, sowie selbstverständlich auch bei den Mitgliedern des Vereins oder im Rahmen der Geschichtstreffen im „Torhaus Soubise“.

"Soziale Stadt"

Auf den Seiten 

www.saarlouis.de und www.fraulautern.net können die ausführlichen Planungen eingesehen werden. 

Vereinszeitung

Rückblick 2021
ein Auszug unserer Vereinsarbeit
Zeitung 2021.pdf
PDF-Dokument [799.1 KB]

Der Vorstand des Vereins informierte seine Mitglieder im Zusammenhang mit der diesjährigen Mitgliederversammlung durch Überreichung bzw. Übersendung einer Vereinszeitung, in welcher die Vereinsaktivitäten im verflossenen Jahr 2020 sowie die beabsichtigten Veranstaltungen in diesem Jahr erläutert wurden. 

Die Veranstaltungsdaten der Fraulauterner Vereine für das Jahr 2021 ist Coronabedingt noch nicht verfügbar  

Zweimal haben wir die 100.000 Besucher schon übersprungen, dass macht uns sehr stolz und wir möchten uns auf diesem Weg bei Ihnen Allen für Ihr Interesse bedanken.

 

Bitte scheuen SIe sich nicht uns über das Gästebuch Anregungen und Fragen zu kommen zu lassen. 

                                

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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