Wallfahrt zum Grab der Heiligen Oranna 

Am Montag, dem 16. September 2019, beteiligten sich einige Mitglieder unseres Vereins an der Sternwallfahrt zum Grab der Heiligen Oranna nach Berus. Bei herrlichem Wallfahrtswetter war die Stecke für die inzwischen wallfahrserprobten Mitglieder (Mettlach, Trier, Santiago de Compostela) nicht allzu weit.

Foto: Guido Fontaine     

Blick über die Gauhöhen: die Pilgergruppen sind in der Bildmitte wegen der Entfernung kaum zu erkennen

Die heilige Oranna war nach der Legende die Tochter des iroschottischen Vizekönigs Frochard und der Iveline und wirkte missionierend im Mosel-Saar-Raum, wo sie sich mit ihrer Gefährtin Cyrilla bei Berus niederließ. Der heilige Wendelinus soll ihr Bruder gewesen sein. Oranna soll zu Lebzeiten einen Jäger aus vornehmem fränkischen Geschlecht von einem Ohrenleiden geheilt haben. Seither gilt sie als Helferin bei Ohrenleiden, bei Kopfschmerzen und bei Schwindelanfällen. St. Oranna und ihre Gefährtin wurden nach ihrem Ableben in der Kirche von Eschweiler bestattet. Während der Ort im 30jährigen Krieg völlig unterging, blieb die Dorfkirche verschont und ist in der Gestalt der heutigen Oranna-Kapelle erhalten.

 

Im Jahre 1719 waren die Gebeine der beiden Gefährtinnen aus der Kirche von Eschweiler erhoben und in die Pfarrkirche St. Martin in Berus überführt worden.

 

St. Oranna gilt als Patronin Deutsch-Lothringens und wird im Deutsch-Französisch-Luxemburger-Raum stark verehrt. Auch von den Fraulauternern war die Orannawallfahrt immer stark besucht, vor allen Dingen von den jungen Frauen, die am „Dorannen-Tag“ nach Berus pilgerten, um die Heilige um einen Mann zu bitten.

 

Du Jungfrau, zarte Blume,

 so hold, so schön, so rein;

Du Stern im Erdentume,

so klar wie Sonnenschein.

Wir zieh‘n zu deinem Grabe

und flehen himmelwärts:

O heilige Oranna,

 hilf uns in Not und Schmerz!

 

 

Du Sproß vom Königsstamme,

weit kamst du übers Meer.

Es trug dich eine Flamme

von Liebe, rein und hehr.

Zu helfen und zu trösten,

war stets bereit dein Herz.

O heilige Oranna,

hilf uns in Not und Schmerz!

 

 

Trag unser Flehn und Bitten,

Oranna, hin zu Gott,

dess‘ Sohn für uns gelitten,

er lindre unsre Not.

Schenk, Herr, der Welt den Frieden

und tröste unser Herz.

O heilige Oranna,

hilf uns in Not und Schmerz!

Sammeln der Pilger und geistlicher Begleiter vor der Oranna- Kapelle                                                        Foto: Guido Fontaine

Nachdem die verschiedenen Wallfahrtsgruppen eingetroffen waren, fand am Wallfahrtstage um 10:00 Uhr vor der Kapelle das Pilgerfesthochamt statt. Wegen der zahlreichen Pilger aus Frankreich und Luxemburg wurde der Gottesdienst zweisprachig gehalten.

 St. Oranna -Kapelle                                                                                                 Foto: Guido Fontaine

Wie bei jeder Wallfahrt üblich und auch notwendig, war nach dem Gottesdienst auch für Speis (Wallfahrtsweck mit Wursteinlage) und Trank (Wallfahrtsbier)bestens gesorgt. 

 

Ob die Bitte um einen Mann auch heutzutage noch ihre Wirkung entfaltet, ist nicht bekannt geworden.

Kreuzigungsgruppe                                                                                                          Foto: Guido Fontaine 

Stadtverband auf Burgenfahrt

Foto: Harald Weiler

Der Verband der heimatkundlich-historischen Vereine Saarlouis führte am Freitag, dem 19. Juli 2019, seine Halbtagesfahrt durch, die die Teilnehmer zur Burg Grimburg, nach Kell am See und nach Saarburg führen sollte.

 

Die Grimburg wurde von Erzbischof Johann I. (1190-1212) als Burg Grymberch erbaut an einer Stelle, wo schon die Edelherren von Saarbrücken um das Jahr 1150 eine Burg besaßen, um den Handel insbesondere auf der „Weinstraße“ von Mehring auf den Hochwald zu schützen, natürlich auch gegen Erhebung des entsprechenden Wegezolls. 

Foto: Guido Fontaine                                                                Foto: Guido Fontaine

 

Die Burg hatte eine feste Besatzung von 10 Mann, die von Fall zu Fall auch variiert werden konnte. Um 1330 wurde unter dem Trierer Kurfürsten Balduin von Luxemburg das Amt Grimburg gegründet mit einer Herrschaft über 40 Dörfer. 1332 wurde durch König Ludwig dem Bayer das Stadtrechtsprivileg verliehen. 1522 besetzt Franz von Sickingen auf seinem Zug von St. Wendel nach Trier die Grimburg, ohne sich dort jedoch länger aufzuhalten.

 

In den Reunionskriegen nach 1683 wird die Grimburg von französischen Soldaten geplündert und in Brand gesetzt.

 

 

Foto: Guido Fontaine

Foto: Guido Fontaine

Die sehr stark zerstörte Grimburg wurde nach Gründung des Fördervereins Burg Grimburg im Jahre 1978 mustergültig restauriert, soweit es die Umstände und die finanziellen Mittel erlaubten (Aufbau des Burghauses, des Bergfrieds und des Hexenturms. 

Foto: Guido Fontaine

Mit einer sehr fachkundigen Führung wurde ein Rundgang durch die Burg durchgeführt, wobei die Teilnehmer auch wichtige Details aus dem Leben der Burgherren in der damaligen Zeit erfuhren.

Foto:  Guido Fontaine                                                                                                   Foto: Guido Fontaine

Anschließend führte die Weiterfahrt nach Kell am See, wo auf der Terrasse des „Haus am See“ bei herrlichem Wetter getafelt wurde.

Foto: Harald Weiler

Nach dieser Mittagspause ging es weiter nach Saarburg, wo nach einer kurzen Besichtigung des Amüseums eine Führung durch den Ort unter der Überschrift „Der Kurfürst, seine Burg und der Saarwein“ stattfand mit Stadtrundgang, Burgbesichtigung und anschließender Weinprobe. Alternativ konnte man sich auch in Saarburg in einem der vielen Eiscafés abkühlen. Immer wieder interessant ist auch der Wasserfall des Leukbaches, der mitten in der Stadt die Mühlräder antreibt.

Foto: Guido Fontaine                                                                                                  Foto: Guido Fontaine

Die Rückankunft war pünktlich um 18:30 Uhr an der Stadtgartenhalle in Saarlouis.

Wallfahrt nach Mettlach

Auch in diesem Jahr nahmen bei eigentlich gutem Pilgerwetter wiederum einige Mitglieder des Vereins, teils zu Fuß, teils motorisiert, an der Wallfahrt zum Grab des Hl. Lutwinus in Mettlach teil. Es war in diesem Jahr die XVII. Wallfahrt nach ihrer Wiedereinführung durch Pfarrer Hans-Thomas Schmitt, Mitglied unseres Vereines.

Foto: Guido Fontaine                     Pfarrkirche St. Gangolf

Um 14:00 Uhr war für die Fußpilger die Statio in der Kirche in St. Gangolf. Nach einer kurzen Einstimmung auf die letzte Wegstrecke gingen von dort einige der Pilger die letzten 9 km an der Staustufe in Mettlach vorbei entlang der Saar bis zum Wallfahrtsort. Diese Version der Wallfahrt ist besonders geeignet für Fußwallfahrer, die mit dem PKW anfahren, jedoch, wie es sich für eine Wallfahrt eigentlich gehört, eine letzte Wegstrecke in Gemeinschaft mit anderen Pilgern zu Fuß zurücklegen wollen.

 

 

 

 

 

 

Evangelist Johannes

 

Foto: Guido Fontaine

Zwar hielt der bedeckte Himmel erkennbar einige vorher nur Halbentschlossene von ihrem Plan ab, so dass das Pilgeraufkommen in Mettlach in diesem Jahr nicht sehr hoch war. Die Straßencafés, Eisdielen und Gaststätten in der Freiherr-vom-Stein-Straße in Mettlach und daneben waren nicht so stark frequentiert wie in den Jahren zuvor.

Foto: Guido Fontaine                  Alter Turm                                                           Foto: Guido Fontaine

Der Tag in Mettlach war aber dennoch ein echtes Wallfahrtserlebnis durch das immer wieder beeindruckende Pilgeramt.

 

Außerdem gibt es in Mettlach auch sonst einiges zu sehen.

Foto Guido Fontaine                                                                                                      Foto: Guido Fontaine

Foto: S. Schäfer

 

Unsere kleine Pilger- Gruppe 2019 - Erschöpft aber fröhlich freuen wir uns schon auf nächstes Jahr.

Jahresfahrt des Vereins für Heimatkunde Neuforweiler -                         die Schlösser Meinsberg und Sierck in Lothringen

Foto: Guido Fontaine

Am Samstag, den 25. Mai 2019, führte der Verein für Heimatkunde Neuforweiler seine diesjährige Tagesfahrt durch unter der Überschrift „Die lothringischen Schlösser Malbrouck und Sierck sowie Luxemburgs historische Altstadt“. Weil auch in diesem Jahr wegen kurzfristiger Absagen der Bus nicht besetzt war, konnten wiederum einige Mitglieder unseres Vereines an dieser bei wunderbarem Wetter angetretenen historischen Erkundungsfahrt teilnehmen.

 

Um 8:20 Uhr traf man sich an der Kirche in Neuforweiler und konnte nach dem obligatorischen Gruppenfoto pünktlich zur Weiterfahrt nach Burg Meinsberg starten. Nach knapp einstündiger Busfahrt kam man auf dem Burgplateau (sprich: Busparkplatz) an und packte zunächst einmal das „Bedôfinger Frühstück“ aus. Wie die Insider bereits wissen, besteht dieses Frühstück aus frischem Weck und ¼- Lyonerring oder wahlweise Rohesser. Zwei Sorten Bier bei den Herren und gekühlter Crémant für die Damen sorgten für die Hochstimmung vor der Besichtigung von Burg Malbrouck.

Foto: Guido Fontaine                                                                                                     Foto: Guido Fontaine

Foto: Guido Fontaine

 

Die Burg wurde als Burg Meinsberg von Arnold dem VI. von Sierck in den Jahren 1419- 1434 auf dem Meinsberg bei Manderen errichtet. Er war der Vater von Jakob von Sierck, der 1439 (gegen starke Konkurrenz) zum Erzbischof von Trier gewählt wurde. Von Kaiser Friedrich III. wurde die Herrschaft 1442 zur Reichsgraf-schaft erhoben.

 

Enge verwandtschaftliche Beziehungen bestanden zu anderen Herrschaften aus dem saarländischen Grenzraum, so zur Herrschaft Montclair wie auch zur Herrschaft Siersberg.

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto: Guido Fontaine

Den heutigen Namen Malbrouck erhielt die Burg erst durch ein Geschichtsereignis im Spanischen Erbfolgekrieg. Der englische Feldherr John Churchill, 1. Duke of Marlborough, marschierte 1705 von Trier aus an der Mosel gegen Frankreich, wurde aber im Siercker Raum von dem französischen Marschall Claude Louis Hector de Villars trotz erheblicher Unterzahl aufgehalten. Marlborough wählte die Burg Meinsberg als Hauptquartier, was ihm jedoch kein Glück brachte, denn bald löste sich seine Armee wegen Nachschubproblemen auf und Marlborough musste flüchten. Der heutige Name Malbrouck stellt also die französische Sprechweise des englischen Namens dar.

Foto: Guido Fontaine

Foto: Guido Fontaine

 

Die Burg konnte jeder für sich selbst erschließen. Die Wege durch die Türme und über die Zinnen der Burg sind sehr gut markiert, so dass es eigentlich nicht möglich ist, sich zu verlaufen. In die Ausstellungsräume kann man sogar mit dem Burgfahrstuhl gelangen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto: Guido Fontaine

 

Die Burg, die sehr stark beschädigt war und nach Enteignung und Verkauf im Zuge der Französischen Revolution mehr und mehr verfiel, wurde 1975 vom Département Moselle aufgekauft und anschließend bis 1998 vorbildlich restauriert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto: Guido Fontaine

Foto: Guido Fontaine                                                                                      Foto: Guido Fontaine

Nach dem vorzüglichen Mittagessen in Perl (Restaurant Moselbrück) kam man gegen 14:00 Uhr in Sierck-les-Bains an gelegen im Dreiländereck Frankreich-Luxemburg-Deutschland.

Foto: Guido Fontaine

Der Ort Sierck entstand um eine Burganlage, die von den Herren von Sierck im 10. oder 11. Jahrhundert errichtet wurde und den Handelsweg an der Mosel kontrollieren und sichern sollte. Einer der berühmtesten Männer aus dem Geschlecht derer von Sierck ist Jakob I. von Sierck, später Erzbischof von Trier, der als Gründer der dortigen Universität gilt. Der Vater Arnold VI. von Sierck war verheiratet mit Elisabeth, die aus dem Hause Bayer von Boppard (Rhein) stammt, das durch Allianzen im lothringisch-luxemburger Raum wie auch durch seine beiden Bischöfe von Metz hohes Ansehen erwarb. Im 16. Jahrhundert heiratete Claudine Bayer von Boppard Jean IV. von Wiltz und wurde Mutter der Fraulauterner Äbtissin Johanetta de Wiltz (ab 1606). Claudine Bayer de Boppard starb knapp zwei Monate nach der Erhebung ihrer Tochter zur Äbtissin in Fraulautern und wurde in der Pfarrkirche zu Pachten beerdigt.

Foto: Guido Fontaine

Die Burganlage hoch über der Stadt wurde im Rahmen einer Führung besichtigt, die uns zu allen wichtigen Orten der Burganlage führte, wobei auch sämtliche Nachfragen aus der Reisegesellschaft von der Führerin ausführlich beantwortet wurden.

Foto: Guido Fontaine                                                                                                         Foto: Guido Fontaine

Nach dem doch etwas anstrengenden Rundgang wurde die Fahrt fortgesetzt nach Luxemburg, wo der dreistündige Aufenthalt zur weiteren Verfügung stand. Die Einen nutzten die Zeit zu einem Besuch des Bischofsgottesdienstes in der Kathedrale; die Anderen nutzten die Zeit zu einer Erfrischung in der Altstadt oder zum Shoppen.

 

Die Rückankunft in Neuforweiler war pünktlich. Im Ergebnis eine Superfahrt mit hohem Weiterbildungspotenzial, vorbildlich geplant von Michael Hoen und Cindy Mathis.

 

Da kann man sich nur auf die nächste Fahrt im kommenden Jahr freuen.

Besuch im Historischen Museum Wallerfangen zusammen mit dem Stadtverband 

Am Freitag, den 10. Mai 2019, versammelten sich gegen 14:00 Uhr zahlreiche geschichtsinteressierte Mitglieder des Verbandes der heimatkundlich-historischen Vereine Saarlouis e. V. vor dem Historischen Museum auf der Adolphshöhe in Wallerfangen, um unter der Führung von Dr. Peter Winter, dem vormaligen Landrat des Kreises Saarlouis, das Historische Museum Wallerfangen zu erkunden.

 

Die Führung begann im Keller der ehemaligen Schule, die vom Verein für Heimatforschung Wallerfangen e. V. mit hohem Eigeneinsatz vorbildlich zu einem Museum umgestaltet wurde und im September 2015 wiedereröffnet werden konnte.

Foto: Guido Fontaine

Im Keller waren natürlich die bekannten, ja sogar berühmten Funde von Wallerfangen aus der späteren Bronzezeit als Repliken untergebracht. Ganz besonderes Interesse riefen einige Einzelstücke aus dem Hortfund „Eichenborn“ hervor, die im Original im Nationalmuseum St. Germain-en-Laye in Paris liegen. Dieser bedeutende Fund aus der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde nach seiner Ausgrabung vom damaligen Direktor der Wallerfanger Steingutfabrik an den Schwager, den Numismatiker und Archäologen Viktor Simon aus Metz, verschenkt und gelangte nach dessen Tod im Wege der Auktion an das Nationalmuseum. Besonders auch die Anzahl der Funde in Wallerfangen aus der Bronzezeit und auch deren guter Erhaltungszustand beeindrucken.

 

Ganz besonders beeindruckt waren die Besucher von dem Nachbau eines Klangbleches, das in der Fachliteratur „Tintinnabulum“ genannt wird, durch Stefan Michelberger, einem Mitglied des Vereins für Heimatforschung Wallerfangen. In präziser handwerklicher Arbeit stellte Michelbacher eine Replik dieses einzigartigen, wohl rituellen Bedürfnissen entsprungenen Fundstücks her, das sich von seinem Original (in Paris) in keinem Detail unterscheidet.

 

 

 

 

 

 

 

Foto: Guido Fontaine

Ganz besonders beeindruckt waren die Besucher von dem Nachbau eines Klangbleches, das in der Fachliteratur „Tintinnabulum“ genannt wird, durch Stefan Michelberger, einem Mitglied des Vereins für Heimatforschung Wallerfangen. In präziser handwerklicher Arbeit stellte Michelbacher eine Replik dieses einzigartigen, wohl rituellen Bedürfnissen entsprungenen Fundstücks her, das sich von seinem Original (in Paris) in keinem Detail unterscheidet.

Wie aus der Anzahl der Nachfragen ersichtlich, war diese frühe Zeit der Wallerfanger Geschichte eine der Hauptanziehungspunkte für die Besucher.

 

Dr. Peter Winter konnte sämtliche Fragen erschöpfend beantworten, so dass man aus dem archäologischen Bereich im Keller des Museums hinaufsteigen konnte in die Wallerfanger Geschichte als Hauptort einer Grafschaft, die von dem luxemburger Bereich über die Mosel hinweg sich bis ins Saartal bei Wallerfangen hinzog.

 

Hauptgegenstand dieses zeitlichen Abschnittes war die Grafschaft Wallerfangen und deren Erstbenennung mit Uualdelevingen. Graf Giselbert von Wallerfangen war der Schwager von Herzog Heinrich von Bayern geworden, nachdem dieser die jüngere Schwester Kunigunde des Wallerfanger Grafen geheiratet hatte. Am 14. Februar 1014 wurde Heinrich zum deutschen Kaiser gekrönt. Er ist mit seiner Gattin an der Adamspforte des Bamberger Doms abgebildet.

 

Natürlich kam man auch in diesem Bereich des Museums auf das späte Mittelalter und die Zeit des 30jährigen Krieges zu sprechen, auf die Zeit der Hexenverfolgung aber auch auf die Zeit der Zerstörung Wallerfangens im Rahmen des Neubaues der Festung Saarlouis.

 

Kurz gestriffen werden konnten noch die Gründerjahre der Wallerfanger Steingutfabrik.

Foto: Guido Fontaine 

Eine ausführliche Besichtigung dieses Ausstell-ungsraumes musste diesmal unterbleiben, weil die zwei Stunden Besichtigungszeit im Flug zerronnen waren.

 

Es bleiben also Gründe genug für einen weiteren Besuch im Historischen Museum in Wallerfangen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto: Guido Fontaine

Foto: Guido Fontaine                Nachbesprechung in der Fischerhütte

Gelungene Tagesfahrt des Heimatkundevereins Neuforweiler 

Text und Fotos : Guido Fontaine

Der Heimatkundeverein Neuforweiler führte am Samstag, den 4. August 2018 seine diesjährige Tagesfahrt unter der Überschrift „Burg Lichtenberg und Freilichtmuseum Bad Sobernheim“ durch. 

 

Infolge der zu erwartenden extremen Hitze an dem Fahrtermin waren einige Teilnehmer der komplett ausgebuchten Tagesfahrt kurzfristig zurückgetreten, so dass der veranstaltende Verein diese freigewordenen Plätze Interessenten anderer Mitgliedsvereine des Verbandes der heimatkundlich-historischen Vereine Saarlouis anbot.

 

Von unserem Verein konnten daher 4 Mitglieder um 8:30 Uhr am Reisetag den Bus besteigen.

 

 

Zunächst ging es Richtung Pfälzer Bergland. Kurz vor Thallichtenberg wurde traditionell nach Bedofingerart gefrühstückt (Weck mit Lyoner und saarländischen Bier).

 

Kurz darauf war man auf dem Plateau der Burg Lichtenberg, einer in ihrer Ausdehnung größten Burgruine Deutschlands, die seinerzeit (um 1200) gegen den Willen des Landesherrn von dem Grafen von Veldenz erbaut jedoch nie vom Feind zerstört wurde.

 

Sie fiel zur Zeit der französischen Besatzung einem (unbeabsichtigten) Brand zum Opfer, lässt jedoch durch ihre Ausdehnung dennoch erkennen, welche Bedeutung die Burg für die weitverzweigten Geschlechter gehabt haben muss.

 

Unter sachkundiger Führung wurde die Burg erkundet, wobei auch die Möglichkeit bestand sich näher den dort ansässigen Museen zu widmen.

 

 

Gegen 13:00 Uhr wurde im Restaurant „Deutsches Haus“ in Kusel das Mittagessen eingenommen; ein vorzügliches und vor allen Dingen reichhaltiges Essen mit ausgezeichnetem Service.

 

 

So gestärkt wurde das Freilichtmuseum Bad Sobernheim im vollklimatisierten Bus angefahren.
 
Bei einer Außentemperatur von über 34° C musste die Begehung der knapp 40 historischen Gebäude einge- schränkt werden. Die Hitze trieb die Teilnehmer in den Schatten der historischen Gaststätte zu einer kurzen Erholung.
 

Kurz vor 19:00 Uhr fand man sich im Brauhaus Lauterecken (Veldenz-Bräu) ein, wo eine Bierprobe organisiert war mit anschließendem Abendessen nach Wahl.

 

Es war eine überaus gelungene und heimatkundlich wertvolle Fahrt, die das Team um Michael Hoen vorzüglich   

                                                         organisiert hatte.

Projekt Grenzsteine - Grenzbegehung

 

Am Freitag, den 17.März 2017, hatten sich Josef Feiler und der Vorsitzende des Vereins schon früh um 9:00 Uhr auf den Weg gemacht, um einen weiteren Abschnitt der Absteinung von 1781 um die damals Freie Reichsherrschaft Schwarzenholz zu katalogisieren und einzumessen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fotos und Text von Josef Feiler und Guido Fontaine

 

 

Die freie Reichsherrschaft Schwarzenholz   SH gehörte dem Hochadeligen Damenstift Fraulautern ¢ bis zur Auflösung desselben in der Französischen Revolution.

 

 

Sämtliche 15 Steine dieses Abschnitts wurden aufgefunden, teilweise vom Moos gereinigt, von allen Seiten fotografiert und mit ihren GPS-Daten erfasst.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Grenzstein vor und nach der Teilreinigung

   

Weitere Abschnitte sind im kommenden Herbst noch zu erkunden, denn um die Reichsherrschaft Schwarzenholz existieren ca. 144 solcher Steine

 

 

 

 

 

 

 

Grenzstein mit seltener Weisung

Vereinsraum Torbogen:
Klosterstraße 15
66740 Saarlouis-Fraulautern
______________________

Geschäftsadresse:
Verein für Geschichte

und Heimatkunde

Saarlouis-Fraulautern e.V.
Jahnstr. 93
66740 Saarlouis
 

"Soziale Stadt"

Auf den Seiten 

www.saarlouis.de und www.fraulautern.net können die ausführlichen Planungen eingesehen werden. 

Der Jahreskalender 2019 ist erhältlich für 15,00 EUR bei dem Fahrradhaus Schwarz in der Bahnhofstraße sowie im Bistro Carat im Vereinshaus und im Zeitungslädchen auf der Siedlung in Fraulautern, selbstverständlich auch bei den Mitgliedern des Vereins oder im Rahmen der Geschichtstreffen im „Torhaus Soubise“.

Vereinszeitung

Der Vorstand des Vereins informierte seine Mitglieder im Zusammenhang mit der diesjährigen Mitgliederversammlung durch Überreichung bzw. Übersendung einer Vereinszeitung, in welcher die Vereinsaktivitäten im verflossenen Jahr 2018 sowie die beabsichtigten Veranstaltungen in diesem Jahr erläutert wurden. 

2018
Vereinszeitung des Verein für Geschichte und Heimatkunde Fraulautern
Zeitung 2018.pdf
PDF-Dokument [931.8 KB]

Die Veranstaltungsdaten der Fraulauterner Vereine finden Sie im neuen Jahresveranstaltungs-kalender 2019, der seit Jahresbeginn kostenlos bei den Fraulauterner Gewerbetreibenden ausliegt.

                                

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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