Ein weiteres Kurzgedicht : Postverbindung - La Poste

Das folgende kürzere Gedicht geht auf die Postverbindungen von Saarlouis ein und stellt fest, dass nur eine Postlinie, nämlich die von Merzig nach Saarbrücken, die Stadt Saarlouis durchquert. Die andere Postlinie ist schon seit den Anfängen des 18. Jahrhunderts der Zubringer zu der Linie Straßbourg-Paris, der Dilligence, die nur durch die Porte de France nach Saarlouis hineinfährt und durch das gleiche Tor wieder hinaus, also die Stadt nicht tatsächlich durchquert.

 

 

La Poste.

Van Metz kommt seul la Dilligence

On geht ren par la porte de France,

En enzig Poscht traverse la ville,

Se kommt doucement on saht net vill.

Voulez-vous savoir, wer die sei?

De Meerziger Poscht on sen ihr drei;

Porte-manteau, Peert, on Poschtillon,

Der macht en Gesicht wie en capon.

Noch etwas zu den Gedichten in Saarlouiser Mundart                                  - der Saarlouiser Sprach-Mischmasch

Wir haben jetzt schon einige Gedichte in Saarlouiser Mundart veröffentlicht, die aus einer Melange zwischen Deutsch und Französisch zwischen 1806 und 1816 gedichtet worden sind, zu einer Zeit, als es Fraulautern als Verwaltungseinheit noch nicht gab. In dem Gedicht „Les environs“ ist deswegen auch Fraulautern umschrieben mit „Loutre“ und „Kerchhofen“. Die Reihe wird von uns weiter fortgesetzt.

 

Die Veröffentlichung dieser Gedichte sollte zu Diskussionen anregen und das ist inzwischen auch geschehen. Einige meinten, dass die Sprache des Gedichtes „künstlich“ sei, also nicht wirklich die damalige Sprachweise in Saarlouis und damit auch in Fraulautern wiedergibt. Saarlouis war sicherlich mehr noch französisch geprägt, als die Nachbarorte. Es kann daher nicht überraschen, dass die Gedichte das auch so wiedergeben. In dem Buch „Bilder aus den Neuen Reichslanden und aus dem südwestlichen Deutschland“, erschienen 1895 in Leipzig, wird auch auf die Mundart in Saarlouis eingegangen. Ein Auszug aus diesem Buch mit dem schon bekannten Gedicht „La ville“ sehen Sie hier. Die Volkssprache in Saarlouis wird dort als „Mischmasch“ bezeichnet. Das bedeutet, dass in Saarlouis damals tatsächlich auch so gesprochen wurde, wie es geschrieben ist.

Um das näher zu erläutern, füge ich noch einige Auszüge aus einer Veröffentlichung bei, die von Soldatendes 40. Füsilier-Regiments „Hohenzollern“, das ab 1851 in Saarlouis stationiert war, stammen.

 

„Saarlouis ist wie gesagt ein kleiner Ort am linken Ufer der Saar, in einer weiten Ebene, welche nur gegen Westen zu von niedrigen Höhen begrenzt wird, gelegen; die Festung sieht aus wie ein Schmuckkästchen und auch die Stadt präsentirt sich mit ihren 2 breiten, wenn auch nicht langen Hauptstraßen und dem großen mit Linden-Alleen umgebenen Marktplatze leidlich genug. Auf letzterem concentrirt sich zumal an Markttagen alles Leben; die Alleen dienen zur gewöhnlichen Promenade, die ungepflasterten Carrées zu Exercierplätzen und mehrere Kaffeehäuser an demselben zum Hauptsammelplatze der Offiziere und der wenigen mit Letzteren verkehrenden Honoratioren der Stadt.

Die Kasernen liegen längs des Hauptwalles und umschließen die Stadt in regelmäßigem Sechseck; meist noch aus französischer Zeit herrührend, haben sie ein ziemlich düsteres Aussehen. []

 

Obschon die Garnison Saarlouis besser ist als ihr Ruf, so war doch der Contrast zwischen dem reizend gelegenen Mainz, mit seinem großstädtischen Leben und dem kleinen, obwohl als Festung wichtigen Grenzörtchen, gar zu bedeutend, um nicht alle Schattenseiten einer kleinen Garnison im stärksten Maße zu empfinden. Wohl alle Offiziere und Unteroffiziere sehnten sich nach dem soeben verlassenen Aufenthalte zurück und es verging längere Zeit, ehe sie sich mit ihren Ansprüchen den beschränkteren Verhältnissen angepaßt, auch diesen ihre Annehmlichkeiten abgelauscht hatten. Saarlouis war und ist aber nur eine Militär-Colonie, da in gewöhnlichen Fällen die Stärke der Besatzung der Civilbevölkerung fast gleich kommt, dieselbe aber in Ausnahmefällen, bei Mobilmachungen, Erhöhungen des Etats u. s. w. übersteigt.

Merkwürdigkeiten besitzt die Stadt nicht, es müßten denn die sein, daß die Festung von dem berühmten Festungsbaumeister Vauban unter Louis XIV. angelegt und die Stadt dem on dit zu Folge bei ihrem Entstehen von entlassenen Sträflingen und Pariser Damen recht zweifelhafter Art bevölkert worden ist, ein Punkt, gegen den jedes Saarlouiser Kind aufs Aeußerste eifert und den es nimmer zugiebt, wenn die Rede darauf kömmt.

 

Auch daß der französische Marschall Ney hier geboren ist (das Haus ist durch eine Steintafel bezeichnet), kann als Merkwürdigkeit gelten, denn der Saarlouiser ist stolz darauf, wie er denn überhaupt seine französische Nationalität nicht verleugnet und wenigstens beim Einrücken des Regiments noch viele Sympathien für den westlichen Grenznachbar hegte. Selbst in der Sprache, ein Gemisch zwischen französisch und deutsch, die selbst von Gebildeten nicht selten im Verkehr mit der Bevölkerung gebraucht wird, drückt sich die Abstammung aus, ja in den besseren Kreisen gilt die französische Sprache noch immer als Umgangssprache, wenn gleich das Deutsche gesprochen und verstanden wird.

 

Das Preußische Offizier-Corps war hauptsächlich auf sich angewiesen, da Civilfamilien, welche der Offizier hätte besuchen können, nur in spärlicher Anzahl vorhanden waren und die Wenigen selbst in ihren französischen Sympathien, welche sie selbst dazu brachten, ihre Söhne dem französischen Militärdienste zu widmen, wenig zugänglich waren. Ausnahmen fanden wohl statt, doch waren sie im Ganzen genommen selten und entsprangen dann aus dem Wunsche ihren Töchtern die langen Winterabende durch gesellige Vergnügungen zu verkürzen, wobei aber intimere Annäherungen des preußischen Offiziers so viel als möglich vermieden wurden. Französische Offiziere waren in den meisten Fällen die bevorzugten Freier.

 

Für geistige Genüsse war wenig Stoff vorhanden; hin und wieder wurde wohl eine vagirende Theatertruppe in das Städtchen verschlagen und öffnete dann Thalias-Tempel dem kunstsinnigen Publikum oder ein irrender, halb verhungerter Künstler wagte einige Angriffe sowohl auf die Ohren als Geldbörsen der Einwohner, im Ganzen gehörte das aber zu den Seltenheiten und wollte das Offizier-Corps diese Genüsse der großen Stadt in Saarlouis haben, so mußte es in seinem eigenen Kreise die Künstler suchen; […]

 

So waren die Verhältnisse in dem Städtchen beschaffen, welches das Regiment auf ein Decennium als seine Garnison inne hatte. Auch in der Gegenwart haben sie sich nicht viel geändert, wenn gleich die Eisenbahn Saarlouis einigermaßen dem Weltverkehr näher gebracht und ein regeres geschäftliches Leben Platz gegriffen hat.

 

Wie sich aber der Mensch an Alles gewöhnt und schließlich mit dem Geringsten zufrieden ist, wenn er es nicht besser haben kann, so wußte auch hier der soldatische Humor siegreich gegen alle Schattenseiten anzukämpfen, welche Saarlouis darbot.

 

Der Dienstbetrieb war, wie ich schon angedeutet, in Folge der geringen räumlichen Ausdehnung, bequemer wie anderswo.

Die Exerzierplätze lagen in und dicht bei der Stadt und selbst der zu größeren Exerzitien benutzte „Sand“, der übrigens seinen Namen in der That verdiente, war kaum ¾ Stunde von der Garnison entfernt. So lange das Regiment noch die gewöhnlichen Perkussions-Gewehre hatte, reichten die hier von Seconde-Lieutenant von Holleben erbauten Scheibenstände aus, die zu frequentiren bei drückender Sonnengluth, gegen welche auch nicht der geringste Schutz vorhanden war, gerade nicht zu den größten Annehmlichkeiten gehörte.“

Noch´n Gedicht

Hier ein weiteres Gedicht über den schönen Platz im Zentrum der Festung, auf den Saarlouis einmal so stolz war und der heute nur noch zum Abstellen von Autos dient.

 

La Place

 

Endlich au bout de la Brenngass

découvré’t mer de face en face

All Freed d’un petit paradis.

Das de Marktplatz von Saarlouis,

Der es viereckig et bien carré

Entouré’t met Bäm bien taillés

Wo all de leit vont se promener.

Se sen gerangé’t en belles allées.

An jeden Ecken es en Borm,

De es commode et de belle forme.

All de vier Bormen fournissent l’eau

En ihr quartier par un tuyau

Wannt net grad es promptement

So es et doch wenischt lentement.

De Parrkerch avec son clocher,

All de Häuser comme des palais,

Et Rothaus et l’gouvernement

Embellir’n de Mark joliment.

Noch ein Gedicht in Saarlouiser Mundart :

Dieses Gedicht handelt von der Stadt, den Straßen und den Vergnügungen in der Festung Saarlouis.

 

 

La ville.

En entrant durch de französisch Poort,

Dann avancé’t une grandeur

Van Häusern de la même hauteur,

Die all gebaut solidement,

Netvan geschter on haut surement.

Partout gesieht mer des marchands,

Vill Boutique’n van de commerçants.

All de Gassen senn comme il faut,

Schnurgrad getiré’t au cordeau.

De daitsch Gass et la rue de France.

Die han emohl de préférence.

D’Aschtiner-Gass (Augustiner) et du soleil

Sen de längscht Gassen et les plus belles.

Et sen noch Gassen zu Saarlouis,

Die sen fréquenté’t en partie;

De Soppengass on de Schirbelgass

Machen figure de la première classe.

Près de la prison es d’Aulnergass

Die es malpropre on toujours nass;

De drei Treppengass sèche et nette

Macht gros commerce même en lunettes,

Percale, mousseline toutes sortes de draps

Leder, Papier et caetera

Rue de Thionville et de l’Arsenal.

Do es Danz, bastringue et grand bal,

bal d’invitation, bal d’hospice

Met pâtisserie van Madame Knisse,

Limonade, orgeade de Madame Marque

Met vin étranger, der es stark.

Trenken en de salle de Burette

Mossié’n, Mamsellen et fillettes

Se machen sofort la causette,

Van Leyer, savoyard, marmottes,

en un mot van all Loschtbarkett,

wobei so gross Anhänglichkett.

Mossieen, Mamsellen et fillettes,

Der Herr Paschtor et son vicaire

Em Kloster seul entendent bien clair.

Ganz entouré‘ et van d’sanctuaire,

Militaire et plaisirs divers

Es mer oft getroublé’t par tentation,

Wie saint Antoine et son cochon.

Tor des Monats in Fraulautern - auch schon Geschichte

Am 24. Juli 1971 schoss Peter Braun vom SV 09 Fraulautern auf dem Sportplatz „Großer Sand“ in der ersten Runde des DFB-Pokals Süd-West gegen den FC Homburg mit einem fulminanten Volleyschuss das Tor zur 1:0 Führung. Fraulautern war damals amtierender Fußball-Saarlandmeister. Das Spiel endete 1:1. Weil es sich um ein Pokalspiel handelte, musste das Spiel wiederholt werden. Das Wiederholungsspiel ging für Fraulautern leider verloren.

Weil zufälligerweise ein Fernsehteam auf dem „Großen Sand“ war, konnte das Tor von Peter Braun in die Verlosung zum Tor des Monats Juli 1971 kommen. Es war das 5. Tor des Monats und das 1. Tor des Monats, das von einem Amateur erzielt wurde. Die Plakette konnte Braun nicht persönlich in der Fernsehsendung in Empfang nehmen, weil am nächsten Tag ein weiteres wichtiges Fußballspiel anstand.

Lisdorfer Heimatblatt Nr. 31

Das Lisdorfer Heimatblatt Nr. 31 ist – von vielen schon am Jahresende erwartet – Anfang April erschienen und den Mitgliedern des Vereins für Heimatkunde Lisdorf e. V. als Ostergabe zugestellt worden. Richtigerweise trägt es daher auch das Erscheinungsdatum „Ostern 2021“. Man braucht kein Prophet zu sein, um sich vorstellen zu können, dass die nächste Ausgabe an Weihnachten 2021 herauskommen wird. Obwohl es in Lisdorf nicht an historischen Themen mangeln dürfte, scheint es so zu sein, dass sich das Lisdorfer Heimatblatt auf zwei Ausgaben zu den kirchlichen Hochfesten einpendeln wird. Konnte das vorausgegangene Heft noch wegen seiner neuen Aufmachung und seiner aktuellen Themen hochgelobt werden, scheint das neue Heft schon etwas kopflastig geworden zu sein im Hinblick auf die aktuellen Vereinsmitteilungen und diversen Jubiläen. Der Aspekt der Heimatgeschichte tritt erkennbar in den Hintergrund, während die Nachrichten über Vereinsmitglieder als Einzelpersonen oder Firmen überwiegen. Um so mehr darf auf die historischen Beiträge hingewiesen werden, so auf den wiederum sehr sorgfältig recherchierten Aufsatz von der Franz J. Klein „Die Zeitbomben ticken weiter!“, der sich mit den Luftangriffen der Alliierten in der Zeit von 1942 bis 1945 beschäftigt und den heute noch gelegentlich entdeckten, immer noch gefährlichen Kampfmitteln. Nach 75 Jahren darf auch heute noch auf die Gefahren hingewiesen werden, zumal auch die Abwurfdichte auf dem Westwallabschnitt zwischen Bous und Beckingen sehr hoch gewesen ist. Sehr interessant gerade für die Nachkriegsgeneration ist noch einmal die Erinnerung an das Hochwasser in Lisdorf von Elisabeth Jacob, ein Beitrag, der bei vielen noch aus eigenem Erleben ganz besondere Erinnerungen weckt.

August Balthasar beschäftigt sich mit dem Haus Saarstraße Nr. 19 „em Ecken“ und bereichert die Geschichten um die Häuser in der Saarstraße um ein weiteres Objekt. Ganz besonders erwartet werden immer wieder die Mundartbeiträge von Marianne Faust, die diesmal Huddel met da Schlòòferei hat. Das Schöne an ihren Veröffentlichungen ist, dass man diese auch tatsächlich lesen kann und damit auch versteht, im Gegensatz zu anderen Mundartbeiträgen anderer Mundartdichter, die allenfalls durch eigenwillige Schreibweisen auffallen, die allerdings dem lauten Nachsprechen unzugänglich sind und nicht einmal erkennen lassen, ob sich der Urheber in Moselfränkisch oder Rheinfränkisch ausdrücken will. 

Ebenfalls an dieser Stelle ist der weitere Sprachlehrgang von Elisabeth Jacob Usa scheen Sprooch lobend zu erwähnen.

Etwas ungeordnet erscheint der Beitrag über Die Schifferfamilie des Nikolaus Lonsdorfer, den man als Nicht-Familienmitglied kaum nachvollziehen kann. Sehr interessant ist wiederum der Lebenslauf des Schiffes „Germania“ der Familie Lonsdorfer, weil dieser in historischer Reihenfolge den Lebensweg eines Saarschiffes von seiner Geburt (Stapellauf) bis zu seinem Ende (Schrottplatz) beispielhaft darstellt und gut bebildert.

Die meisten der anderen Beiträge stammen wiederum von dem Ehrenvorsitzender Heiner Groß, der die Jubiläen und Ereignisse, über die er berichtet, entweder dienstlich oder als Mitglied des Stadtrates begleitet hat. Wenn er über 50 Jahre Lisdorfer Frischgemüse (LFG) berichtet und das gleiche Jubiläum der Ford-Werke behandelt, dann ist das ebenso wie der Landwirtschaftsbetrieb der Familie Dini, auch schon Geschichte vom Selbsterleben. Das gilt auch für den Fraulauterner Box-Europameister Manfred Kraus, der sich aus familiären Gründen nach Lisdorf verändert hat.

In einem Informationsblatt für die Mitglieder darf selbstverständlich nicht die Vereinschronik (Zugänge, Abgänge und Geburtstage) fehlen.

Die Lisdorfer Vereinsmitteilungen sind sowohl beim Vorstand des Vereins für Heimatkunde Lisdorf e. V. als auch bei den örtlichen Buchhandlungen für 3,00 € erhältlich.

Gedicht in Saarlouiser Mundart                                                                       (aus den Jahren zwischen 1810-1816)

Aus einer Sammlung von 10 Gedichten in Saarlouiser Mundart, von denen die meisten von der Stadt Saarlouis selbst handeln, die vom französischen König Louis XVIII. im 2. Pariser Frieden (20. November 1815) an Preußen abgetreten wurde und in der man noch überwiegend französisch sprach, soll hier ein Gedicht vorgestellt werden, das von der „Geent“ (Gegend) der Stadt handelt. Demzufolge trägt es auch die Überschrift „Les Environs“ (die Umgegend).

 

Für die Fraulauterner ist interessant, dass das Wort „Fraulautern“ (noch) nicht vorkommt. Unser Ortsteil erhielt erst seinen Namen Fraulautern als er nach dem angesprochenen 2. Pariser Frieden von der preußischen Verwaltung als selbständige Gemeinde eingerichtet wurde. Bis dahin gab es die beiden Ortsteile „Loutre“ und „Kirchhofen“. Zwar wurde das adlige Augustinerinnenkloster (gegründet 1120) schon früh Frauwen-Lauteren genannt. Dieser Name blieb aber auf das Kloster und den Klosterbering beschränkt. Die eben genannten beiden Ortsteile wurden erst zu „Fraulautern“ mit Wirkung vom 1. Dezember 1815 (Übergabe der Festung Saarlouis samt Bannmeile an die preußischen Truppen).

 

Die Neueinteilung des nunmehr preußisch gewordenen Gebietes fand am 16. Januar 1816 statt. Fraulautern wurde Sitz der Bürgermeisterei; zur Bürgermeisterei Fraulautern wurden weiter die Gemeinden Roden, Ensdorf, Hülzweiler und Griesborn zugeschlagen. Am 18. August 1816 kamen als weitere Gemeinden Dillingen und Pachten hinzu. 

 

Les Environs.

 

Sein Geent es très agréable,

Er hat schen Wiesen et beaucoup de sable,

Entroié’t met Berg, mais fort sain

On Leit charmanten en de bassin.

De Lemberg avec le Hanselberg

L’four à chaux, d’Altschloss, d’Geissberg,

Es gefft ach plusieurs gros villages

Do macht mer ach beaucoup de tappage.

Besonnerscht de fétes et les dimanches

Dann gesitt mer Mamsellen sans manches,

Die fihren de Buwen au bastringue,

On spillen per sloquit per berlinque.

De Dörfer han vill industrie,

On dat es gut for Saarlouis.

En de Parr van Monsieur Groby

Es en alt capucinerie;

Mais le feu a pris, dat es schad,

Do hat mer gebrennt bei Daa on Naat

Beaucoup d’Schnips pour l’infanterie

On de Schnaps for de cavallerie.

En de Parc van Monsieur Pontry

Es net nur en imprimerie

Mais en Eisenschmelz on papetrie,

Vis à vis’iwer de Saar

Es en fayencerie ganz à part,

Do macht mer fayence à la mode,

antique, moderne on ganz commode,

Dobei es en raffinerie

Mais net sucre de canarie.

Jetz de Derfer des environs.

Die enen sen lang die annern ronds

De Ower- on der Onnerstai,

Berus, Forwiller, sen ach zwei,

Warrgassen, Bous on Wellingen,

Roden on Paten on Dillingen,

Loutre Kerchhofen, Vaudrevange

Do denkt mer oft une bonne revanche.

Beaumarais ainsi que Lisstroff,

Et juste vis à vis leit Enstroff,

Bourgdaufin, Nauhof et Picard,

de Holzmill, Lohmill on Hussard,

Ach de sencen van Souty-Beaumont,

Dat senn Promenaden tout au long,

Gerfhäuser, Wäschhaus, Quatrevents,

Of de capucinerie seulement

Dat es de Geent van Saarlouis,

Der se mohl gesitt en est ravi.

Lisdorfer Heimatblatt Nr. 30

Man kann es schon am Deckblatt der Nr. 30 des Lisdorfer Heimatblattes erkennen, dass die Mitgliederzeitschrift des Vereins für Heimatkunde Lisdorf e. V. eine inhaltliche Neugestaltung erfahren hat. Die horizontale Aufteilung des Namens deutet bereits an, dass sich das Blatt nicht darin erschöpft, mehr oder weniger bekannte Ortsgeschichte zu referieren, sondern sich auch aktuellen und überörtlichen Themen widmen will. Die Hauptthemen sind bereits auf dem Titel mit Seitenzahlen erkennbar und erwecken Interesse, das Blatt bereits gezielt durchzublättern, um den jeweiligen Artikel anzulesen, bevor man das Heft in einer ruhigen Stunde insgesamt liest. Auch die zweiseitige Inhaltsangabe am Heftanfang gliedert das Heft nach Sachbereichen und hilft beim Auffinden der jeweiligen Artikel. 

 

Hauptautor des Heftes ist auch diesmal wieder – wie könnte es anders sein – der Ehrenvorsitzende Heiner Groß, der sich mit Hilfe seines Sohnes Dr. med. Torsten Groß den Pandemien und Epidemien (Seuchen) in unserer Heimat – früher und heute – widmet und einen umfassenden und sachkundigen Überblick über das Wissenswerte zum Thema gibt. Der Corona-Virus ist auch Gegenstand weiterer Kurzberichte, von denen einer den Heldinnen der Nähmaschine, größtenteils anonym gebliebenen Näherinnen der Pfarrei Lisdorf, gewidmet ist, die eifrig Mund-Nasen-Bedeckungen produziert haben, und zwar zu viert inzwischen weit über 4.000 Masken. Ein weiterer Artikel von Heiner Groß beschäftigt sich mit Jeanne d’Arc, einer Heiligen aus unserer Nachbarschaft und dem persönlichen Verhältnis zu deren Geschichte. 

 

Wieder interessant sind auch die Details aus der Fährgass, der heutigen Saarstraße in Lisdorf, die bereits Gegenstand vorangegangener Heimatblätter gewesen ist. Mundartbeiträge dürfen in Lisdorf genau so wenig fehlen wie die historischen Hochzeitsbilder. Marianne Faust erzählt von den Hochzeitskläädasch und später später Elisabeth Jacob von „Usa scheen Sprooch“. Dr. Franz J. Klein hat die näheren Umstände des Flugzeugabsturzes auf der Holzmühle im Jahre 1944 ermittelt und den Piloten identifiziert. Ebenfalls mit dem 2. Weltkrieg ist in Verbindung zu bringen die geplante Panzerbrücke über die Saar in der Saarstraße zu Lisdorf, die August Balthasar vorstellt. Heiner Groß vermittelt dann noch seine Berührungspunkte zum Linsler Hof und informiert noch einmal generell über das Kultur- und Vereinsleben in Lisdorf. Der gleiche Autor rundet die Beitragsserie ab mit der Vorstellung des Vogel des Jahres (Turteltaube) und des Tieres des Jahres 2020 (Maulwurf). 

 

Ein interessantes Heft mit 51 Seiten erhalten die Mitglieder des Lisdorfer Heimatvereins kostenlos. Das Heft ist auch zum Einzelpreis von 3,00 EUR im örtlichen Buchhandel erhältlich.

Lisdorfer Heimatblatt Nr. 29

 

Obwohl als Erscheinungszeitpunkt März 2020 aufgedruckt, ist erst Anfang April das Lisdorfer Heimatblatt Nr. 29 erschienen, wie vor wenigen Tagen auch anderweitig zu lesen war. Auch diese neue Ausgabe des Heimatblattes stellt – von Covid 19 noch unberührt – in erster Linie wieder ein Informations- und Nachrichtenblatt für die Mitglieder des Vereins für Heimatkunde Lisdorf e. V. dar, der damit in altbewährter Weise über die neuen Entwicklungen und Ereignisse im Verein, aber auch über die Jubiläen, Geburtstage und Ehrungen seiner Mitglieder informiert.

 

Beim raschen Durchblättern ist bereits erkennbar, wie zahlreich die Ereignisse sind, die der Lisdorfer Verein im Berichtszeitraum feiern kann. Am Ende des Heftes kann man etwas ins Grübeln kommen, wenn man sieht, dass der Platz für die Nachrufe für die verstorbenen Mitglieder einen immer größeren Raum einnimmt.

 

Zu Beginn des Heftes stellt sich der neue Vorsitzende Georg Jungmann zum ersten Mal als verantwortlicher Redaktionsleiter vor und stellt die Verdienste des Gründungsvorsitzenden Heiner Groß ins rechte Licht. Danach wird noch einmal über die Wahl des neuen Vorstandes berichtet, die bereits auch an dieser Stelle dargestellt wurde. Hilfsreich ist auch die Darstellung der einzelnen Zuständigkeiten der Beisitzer im Gesamtvorstand, die auf Seite 5 des Heftes aufgeführt werden. Von Marianne Faust gibt es einen Beitrag zur Lisdorfer Mundart „Èt Lehnen ausróufen“. Schön ist, dass dieser Bericht in altersgerechter Großschrift abgedruckt wird. Für viele neu ist die Darstellung der Herkunft der Sütterlin-Schrift durch Dr. Franz J. Klein. Von den meisten, die ältere Handschriften nicht lesen können, wird ganz allgemein und falsch alles das, was sie nicht lesen können, als Sütterlin-Schrift bezeichnet. Diese Klarstellung im Lisdorfer Heimatblatt war daher sicher einmal notwendig.

 

Vom Ehrenvorsitzenden stammt der Bericht über den Geisberg und den ehemaligen Geisberger Hof, eine sehr sorgfältige Recherche. Dargestellt im Bild werden einmal die Denkmalobjekte in Lisdorf nach der neuen Denkmalliste des Saarlandes sowie auf der Innen-Doppelseite weitere historische Hochzeitsbilder aus dem Stadtteil. Sehr interessant, weil sehr sorgfältig ermittelt, ist der Aufsatz über das Berufsleben der Schifferfamilie Luxenburger aus Lisdorf, den der Schriftführer des Vereins, Harald Weiler, mit zahlreichen Bildern aus dem Leben der Familie angereichert hat. Interessant ist auch, wie sich die Lisdorfer Frauen fit halten und – ein ganz anderes Thema – wie man Moos und Algen im eigenen Garten zu Leibe rücken kann. Zu Recht breiten Raum nimmt auch der ausführliche Bericht über die Ehrenmitgliedschaft von Rudolf Lonsdorfer ein, in dessen Rahmen die Ansprache des nunmehrigen Ehrenvorsitzenden anlässlich der Vollendung des 90. Lebensjahres von Rudolf Lonsdorfer am 23. März 2018 eingearbeitet ist.

 

Alles in allem wiederum ein gelungenes Werk, das jedoch wegen der Corona-Krise im Augenblick nur in Lisdorf bei den Bäckereien Wagner und Breininger in der Feldstraße und in der Bäckerei Fuchs in der Provinzialstraße verkauft wird und natürlich auch in den Buchhandlungen der Innenstadt.

Neuer Vorstand in Lisdorf 

 

Foto: Harald Weiler

 

Nachdem Heiner Groß nach 23 Jahren Tätigkeit als Vorsitzender altersbedingt und aus gesundheitlichen Gründen schon seit langer Zeit angekündigt hatte, bei der nächsten Mitgliederversammlung für die Wahl des neuen Vorstandes nicht mehr kandidieren zu wollen, war es nicht überraschend, dass Georg Jungmann am 12. Dezember 2019 zum neuen Vorsitzenden des Vereins für Heimatkunde Lisdorf e. V. gewählt wurde, hatte der scheidende Vorsitzende seinen Nachfolger zuvor schon mehrfach als Wunschkandidaten herausgestellt. Mit Heiner Groß tritt der Gründungsvater und Motor des ältesten Geschichtsvereins des Verbandes der heimatkundlich-historischen Vereine Saarlouis e. V. zurück in das zweite Glied der Vereinsführung.

 

Denn Heiner Groß wurde nach Abschluss der Vorstandswahlen einstimmig zum Ehrenvorsitzenden des Lisdorfer Vereines mit Sitz und Stimme ernannt.

Wer Heiner Groß kennt, weiß, dass er es sich nicht nehmen lassen wird, seine gesamte Vereinserfahrung auch als Ehrenvorsitzender in die Arbeit des neuen Vorstandes einzubringen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto : Harald Weiler

 

Dieser stellt sich wie folgt dar:

Vorsitzender:                Georg Jungmann

stellvertr. Vorsitzende:  Herbert Germann

                                     Lothar Hirtz

Schatzmeister:             Detlef Geyer

Organisationsleiter:      Albert Bernard

Schriftführer:                Harald Weiler

Geschäftsführerin:       Alexia Bernard

Archivar:                      Manfred Nebelung

Heimatblatt:                 Georg Groß

Beisitzer:                      August Balthasar, 

                                    Roman Denis, 

                                    Uschi Destruelle, 

                                    Doris Freichel,   

                                    Christopher Freichel, 

                                    Rudi Germann, 

                                    Christine Hawner, 

                                    Martina Hild

                                    Maria Hirtz, 

                                    Manuel Huckert, 

                                    Andrea Jacob, 

                                    Elisabeth Jacob

                                    Berthold Nagel, 

                                    Hans Podewin, 

                                    Klemens Port, 

                                    Ralf Recktenwald

                                    Andrea Rapp, 

                                    Ingo Rolle, 

                                    Michael Rolle, 

                                    Doris Schleich, 

                                    Oliver Zimmer

Foto : Harald Weiler

 

Zu weiteren Mitglieder des Vorstandes wurden die in Lisdorf wohnenden Mitglieder politischer Gremien gewählt:

 

Raphael Schäfer (MdL)

Bernd Lay (KT)

Frederic Becker (StVo)

Thomas Emanuel (StVo)

Paul Kronenberger (StVo)

Alexander Maul (StVo)

Andreas Kelich (StVo)

 

Hinzu kommen – sofern sie es wünschen – auch nicht in Lisdorf wohnenden, aber dem Verein angehörigen sonstigen politischen Mandatsträger (zur Zeit weitere 3).

 

Zu Kassenprüfern wurden Horst Klein und Günter Luxenburger bestimmt.

 

Mit ehemaligen Staatssekretär und derzeitigen Geschäftsführer des Entsorgungsverbandes Saar (EVS) Georg Jungmann hat sich der Verein einen Vorsitzenden gewählt, der lange Jahre Erfahrung in der Kommunalpolitik besitzt als langjähriger Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes Saarlouis und nach rund 30 Jahren Vorsitz im CDU-Ortsverband Lisdorf. Beide Ämter wird Georg Jungmann aufgeben, um sich mit ganzen Kräften der vorsitzenden Tätigkeit im Heimatverein zu widmen.

Die römischen Götter von Fraulautern

Das rheinische Landesmuseum Trier hat in der Trierer Zeitschrift Nr. 81 (2018), die kürzlich erschienen ist, einen Aufsatz veröffentlicht unter dem Titel „Der Hortfund römischer Bronzestatuetten aus Saarlouis-Fraulautern von 1928“. Der Aufsatz ist zweigeteilt. Der erste Teil von dem im Januar 2011 verstorbenen Andrei Miron beschäftigt sich mit den Umständen des Fundes, dem Urteil von Zeitgenossen und Fachleuten über den Fund und insbesondere auch mit der anschließenden Kriminalgeschichte.

 

Denn für den Finder, den damals minderjährigen Ernst Hennrich und seinen Vater, endete der Zufallsfund beim Ausheben einer Baugrube tatsächlich vor Gericht, weil die hinzugezogenen Gutachter wegen des guten Zustandes des Hortfundes anfänglich von einer Fälschung ausgingen. Im zweiten Teil des 61seitigen Aufsatzes bewertet Annemarie Kaufmann-Heinimann vom archäologischen Seminar der Universität Basel die Ikonografie und Funktion der in Fraulautern gefundenen Bronzestatuetten und vergleicht diese mit anderen Götterstatuetten, die in den Museen von Budapest, Avignon bzw. im britischen Museum in London ausgestellt sind.

 

Nach ausführlicher Beschreibung der Fraulauterner Funde kommt sie schließlich zu dem Ergebnis, dass der Statuettenfund aus Fraulautern sich durch seine Zusammensetzung und die außergewöhnliche Statuette des jugendlichen Jupiter von anderen Hortfunden im Umkreis (unter Einschluss von Schwarzenacker) abhebt. Der sehr reich bebilderte Aufsatz ist ein Muss für jeden geschichtsinteressierten Fraulauterner und eine wertvolle Ergänzung der bisherigen Betrachtungen römischer Ansiedlungen in der Saargegend.

 

Das Buch kann natürlich beim rheinischen Landesmuseum in Trier sowie bei allen Buchhandlungen erworben werden (ISBN 978-3-944371-11-5).

2019 - Bergmännische Tradition wird weiterhin gepflegt

Foto: Guido Fontaine                               Aufstellung zum Einzug mit französischen Gästen

Am Montag, den 17.Juni 2019 beging der Berg-und Hüttenarbeiterverein "St. Barbara" Saarlouis- Fraulautern 1861 e.V. traditionsgemäß den Kirmesmontag (fer.2 post festum ss. Trinitatis).

Foto: Guido Fontaine                                 Ankunft vor der Kirche

Der Kirmes Montag begann auch in diesem Jahr mit einem Gottesdienst, der vom Brass-Ensemble der Bergkapelle an der Saar musikalisch mitgestaltet wurde. Vom Vereinshaus ging man gemeinsam mit Fahnenabordnung zur Kirche. Mit dabei war auch der Sängerbund Saarlouis-Fraulautern e.V. mit Frauen- und Männerchor.

 

Diese Tradition, den Kirmesmontag mit Gottesdienst und Frühschoppen zu gestalten, besteht seit 1861. Auf entsprechende Anfrage an das bischöfliche Generalvikariat hatte der Pastor von Fraulautern am 25. Juni 1861 die Mitteilung erhalten, dass die Stiftung eines Segenamtes genehmigt werde und dass für Ministratur und Orgelbegleitung ein Kapital von mindestens 95 Rthlr. erforderlich sei.

Foto: Guido Fontaine      Auszug

 

Seit dieser Zeit wird von den Bergleuten dieser Brauch fortgeführt. Später kamen noch das Eisenwerk Fraulautern AG dazu und wiederum etwas später der Sängerbund 1872 Saarlouis- Fraulautern e.V.. 

Foto: Guido Fontaine      Auszug

 

Nachdem das Eisenwerk diese Tradition aufgegeben hat, gestalten die beiden anderen Vereine das anschliessende Frühschoppen-konzert mit Musik und Gesang. 

Foto: Guido Fontaine      Auszug

 

Dabei waren weiterhin der Musikverein "Nachtigalltal Ihn" sowie - bereits seit Jahren - der MGV 1909 Harmonie Saarlouis- Fraulautern.

 

Zu dieser Veranstaltung waren sämtliche Mitbürger bei freiem Eintritt eingeladen.

Foto: Guido Fontaine      Klaus Hiery

 

In diesem Jahr gab es noch einen besonderen Grund zum Feiern. Der vormalige Pastor Rolf Dehm feierte die Messe als Dankamt zur Vollendung seines 80. Geburtstages. Obwohl vorher nicht großartig angekündigt, gab es in der anschliessenden Veranstaltung doch eine stattliche Anzahl von Gratulanten, die Rolf Dehm zu seinem Geburtstag gratulierten und ihm ihre guten Wünsche entgegenbrachten.

 

Der Verein für Geschichte und Heimatkunde Saarlouis- Fraulautern e.V.  schließt sich diesen Glückwünschen an !

Foto: Guido Fontaine:   

Pastor i. R.  und Ehrenhauer Rolf Dehm nach dem Dankamt

Fotos : Guido Fontaine 

Sängerbund auf dem Rückweg zum Vereinshaus (rechts) mit Vorsitzenden Martin Labitzke

Foto: Guido Fontaine

              OB Peter Demmer, Klaus Hiery, Rolf Dehm, Ehrenbürger Erich Pohl

"Mir schwätzen platt " 2019 - Veranstaltung des VHVS

Auch 2019 fand die Saarlouiser Woche ihren Abschluss in unserem nun mehr 3. Mundart- Abend der heimatkundlich-historischen Vereine Saarlouis VHVS " Mir schwätzen platt".

 

Es gelang den beliebten Mundartautoren Karin Peter, Marianne Faust, Louise Luft, Jean-Louis Kieffer und Harald Ley wieder mit humorvollem Stücken aus ihrem reichen Repertoire der Saarlouiser Mundart das Publikum im Festsaal des Theater am Ring restlos zu begeistern. Nach der Pause führte die Theatergruppe der LiGeKa des Gesellschafts- und Karnevalvereins aus Saarlouis-Lisdorf das bekannte Mundartstück " de Kenddäff" auf.

Luise Luft, in Roden geboren, Mitglied im Rodener Geschichtskreis, schreibt seit einigen Jahren in Mundart, weil sie damit dazu beitragen möchte, dass die Rodener Mundart erhalten und weitergegeben wird. Sie ist mit ihren Vorträgen im Kreis Saarlouis ein gern gesehener Gast auf Mundartveranstaltungen. Auch sie ist Mitglied der moselfränkischen Mundartgruppe bei der VHS Saarlouis.

Foto: Harald Weiler

Karin Peter, gebürtige Saarlouiserin und somit  Expertin für das Alt-Saarlouiser Platt lebt heute in Wadgassen. Sie  ist Mitglied im Mundartring Saar e.V. zur Pflege der Mundarten im Saarland, im Verein Gau un Griis und in der Bosener Gruppe und schrieb zahlreiche Mundart-Kolumnen in der Saarbrücker Zeitung. Sie ist mehrfache Preisträgerin des Saarländischen Mundartwettbewerbs . 

Foto: Harald Weiler

Marianne Faust aus Saarlouis-Lisdorf schreibt seit 2001 und ist durch viele öffentliche Lesungen bei ortsansässigen Vereinen bekannt geworden. Ihre Lieblingsthemen sind Dorfgeschichten von früher und Wortspiele. Marianne Faust, seit vielen Jahren bewährte Expertin des Le.ischdrowwa Platt" aus Lisdorf . 

Foto: Harald Weiler

Harald Ley aus Saarlouis-Picard ist ein mehrfach ausgezeichneter Autor, der in und um Saarlouis insbesondere auch durch den seit 2000 jährlich von ihm veröffentlichten „Saarluier Kalenner“ bekannt ist.

Fotor: Harald Weiler

Jean Louis Kieffer aus Filstroff ist ein leidenschaftlicher Anhänger seiner Muttersprache, dem Moselfränkisch aus der Gegend um Bouzonville. Als Präsident und Gründungsmitglied des Vereins Gau un Griis und Mitglied der Bosener Gruppe überzeugt er mit liebenswerter lothringischen Mentalität in seinen Texten, welche auch ihm schon etliche französische und saarländische Preise eingebracht haben.

Foto: Harald Weiler

Herbert German, unter anderem Mitgied der LiGeKa , führte als Moderator wieder gekonnt durch den Abend und überbrückte die kleinen Pausen zwischen den Autorenbeiträgen mit charmanten und humorvollen Anekdoten und Witzen nach Lisdorfer Art.

Foto: Harald Weiler 

Foto: Harald Weiler

Nach einer kurzen Pause folgte das Theaterstück "de Kenddäff", ein bekanntes und beliebtes volkstümliches Stück von Nikolaus Fox, das nach wie vor das Publikum erheiterte und begeisterte, besonders durch die tolle Vorstellung der Mitglieder der LiGeKa.

Zu Gast beim Berg- und Hüttenarbeiterverein 

Der Verein für Geschichte und Heimatkunde Saarlouis-Fraulautern e. V. war am Mittwoch, den 10. April 2019, zu einer Nachmittagsveranstaltung als Gast beim Berg- und Hüttenarbeiterverein eingeladen, um dort über „Fraulautern – wie es einmal war“ im Rahmen einer Bildpräsentation aus dem Vereinsarchiv zu erzählen. Beschränkt wurde die Darstellung auf das 19. und 20. Jahrhundert und dabei vor allem auf die Zeit der Industrialisierung und den Beginn der sog. Sozialen Revolution. Es war die Zeit der Entwicklung der Fraulauterner Firmen, der Vereine und der Ausprägung vieler Bauten, die teilweise auch noch heute das Straßenbild zieren. An vielen Darstellungen war aber auch erkennbar, wie sehr sich doch einzelne Gebäude im Rahmen des Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg verändert haben. Diese Themenschwerpunkte wurden anhand von Bildquellen angesprochen und diskutiert. Dabei kamen auch Details zur Sprache, die dem Einen oder Anderen noch nicht bekannt waren und auch von den Mitgliedern des Heimatvereines zur Bereicherung seines Archives fleißig notiert wurden.

 

Der Verein für Geschichte und Heimatkunde bietet auch anderen Vereinen an, solche geschichtlichen Nachmittage mitzugestalten.

Ehrenmitglied Erich Pohl feierte den 90zigsten

Erich Pohl, seit Juni 2013 wegen seiner besonderen Verdienste um seine Heimatstadt Saarlouis deren Ehrenbürger, konnte am 30. Januar 2019 im bis zum letzten Platz gefüllten Vereinshaus Fraulautern seinen 90zigsten Geburtstag mit seiner Familie, seinen beruflichen, sportlichen und politischen Wegbegleitern und seinen Freunden feiern. Eigens zu diesem Fest gekommen waren auch Vertreter aus den Partnerstädten St. Nazaire und Eisenhüttenstadt, um dem Initiator und Motor der Saarlouiser Städtepartnerschaften die Glückwünsche aus den Partnerstädten zu überbringen. Einen ganz besonderen Rahmen für diese Feier stellte in musikalischer Hinsicht die Band der Lebenshilfe; weitere musikalische Darbietungen im offiziellen Teil der Geburtstagsveranstaltung boten die örtlichen Chöre. Der Jubilar dankte über seine Enkelinnen für die ihm gewährte Freude, mit ihm zusammen gefeiert zu haben und lud dann ein zum „inoffiziellen“ Teil des Abends, einem herrlichen Buffet. Der Rahmen der Veranstaltung, nämlich das Feiern zusammen mit der Lebenshilfe, war von Erich Pohl auch bewusst gewählt, denn er verzichtete ganz bewusst auf persönliche Geschenke und bat um Spenden für sein Lebenswerk.

Verleihung des Josef -Gessner- Preises  an Josef Feiler

Wir sind sehr stolz, dass vom CDU- Stadtverband und der CDU- Stadtratsfraktion im Rahmen ihres diesjährigen Neujahrsempfanges im Theater am Ring, Saarlouis der Josef-Gessner-Preis an unser Mitglied Josef Feiler vergeben wurde

 

Josef Feiler wird dieser Preis für besonderen gesellschaftlichen Einsatz um unseren Stadtteil Fraulautern verliehen. Er engagiert sich seit langem, neben vielen anderen Bereichen, besonders in der Verkehrsproblematik Fraulauterns und war der Initiator zum Bau der Bergestrasse. Er hat sich zum neuen Projekt der "Sozialen Stadt" in beratender Funktion zur Verfügung gestellt und kämpft seit Jahren in verschiedenen Gremien um das "Brücken-Problem" Fraulauterns. Auch für unseren Verein findet Josef Feiler immer Zeit und Lust, sich an der Forschung der Geschichte zu beteiligen und interessante Vorträge auszuarbeiten.

 

Mit dem Josef-Gessner-Preis will die Stadt Saarlouis besonders herausragende Leistungen im Bereich bürgerschaftlichen Engagements würdigen. Josef Gessner war der erste Stadtverbandsvorsitzende der CDU Saarlouis und Gründer der Bürgerhilfe Saarlouis. Durch sein jahrzehntelanges Wirken in der Politik, im Vereinsleben, vor allem aber im sozialen Bereich mit der von ihm gegründeten Bürgerhilfe, zeigte er stets vorbildliches ehrenamtliches Engagement.

 

Neben der Ehrenurkunde erhielt Josef Feiler für sich und seine Ehefrau eine von der CDU Saarlouis und dem Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier gestiftete Reise in die Bundeshauptstadt Berlin.

"Tag der offen Tür" im Rahmen des Schulfestes

Am Samstag, 26. Mai 2018, im Rahmen des diesjährigen Schulfestes, das die Grundschule "Im alten Kloster" Saarlouis-Fraulautern im Turnus von zwei Jahren durchführt, hatte der Verein für Geschichte und Heimatkunde Saarlouis-Fraulautern e. V. seine Türen zum Vereinsgebäude im Torhaus Soubise geöffnet und dort eine Ausstellung installiert mit markanten Gebäuden und Firmen aus der Fraulauterner Geschichte. Dieser "Tag der offenen Tür" sollte Kinder und Eltern mit der Tätigkeit des Vereins bekannt machen und gerade den Eltern ermöglichen, einmal die Räume zu besichtigen, an denen sie als Kind im Rahmen ihres Schulweges ständig vorbeigelaufen sind, ohne dass sie die Möglichkeit hatten, die Räume zu betreten. Der Verein hatte ein kleines Ratespiel eingerichtet, dessen richtige Lösung mit einem T-Shirt belohnt wurde.

 

Mit dieser Initiative, die auch schon der Vergangenheit durchgeführt wurde, sollten die Kinder auf die Vergangenheit des Ortes angesprochen werden, was ersichtlich auch gelang. Von einem Grundschulkind kam daher nach dem Blick auf die damals sehr stattlichen, inzwischen aber durch den Krieg zerstörten Gebäude spontan der Ausruf: Das war alles früher viel schöner!

 

In dieser Woche noch wird der Verein für die Abschlussklassen der Grundschule "Im alten Kloster" eine Geschichtsstunde abhalten, um den Schülern die wesentlichen Punkte der Ortsgeschichte noch näher zu erläutern.

 

 

 

Die Fotografien zeigen die Ausstellung im Torbogen Soubise vor dem Publikumsansturm.

 

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Hexennacht

In der "Hexennacht", also in der Nacht zwischen dem Angelusläuten am Vorabend und dem Angelusläuten am Morgen des 1. Mai, so glaubte man früher vorzugsweise in ländlichen Gebieten, waren die Hexen zu ihrem Hexen-Sabbat unterwegs und stifteten auf ihren Zügen allerlei Schaden. Die Bauern achteten darauf, rechtzeitig von den Feldern nach Hause zu kommen, so dass das Vieh am 30. April versorgt und sicher im Stall stand; die Türen wurden verrammelt und mit Weihwasser besprengt, um die Hexen davon abzuhalten, dem Vieh zu schaden. Lange saß man noch in der Stube und achtete darauf, ob nicht etwa verdächtige Geräusche auftauchten, aus denen man entnehmen musste, dass die Hexen am Werk waren und sich an dem oft noch extra befestigten Hofinventar zu schaffen machten.

 

Heutzutage sind die Hexen in der Hexennacht anderweitig umtriebig. In vielen Gemeinden, so in diesem Jahr auch in Roden und in Picard, werden wieder Maibäume gesetzt; mancherorts werden Maiköniginnen erwählt. Das Hexentreiben wird heute als "Tanz in den Mai" deklariert.

 

Außerdem wird vielerlei Schabernack getrieben, oft gegen unliebsame Nachbarn oder sonstige Personen, die man nicht leiden mag.

 

Eines dieser Beispiele zeigen die beiden Fotografien aus den späten 50er Jahren.

 

Es hieß immer wieder, dass auf dem Gasthaus "Tunis Eck" oben auf dem Dachfirst ein bäuerlicher Leiterwagen stand wie auch noch andere Ackergeräte. Manche wollten sogar genau gesehen haben, dass dieser Leiterwagen mit Mist beladen war. Das Haus existiert schon lange nicht mehr, der Leiterwagen wohl auch nicht. In meinem Archiv befinden sich jedoch die Negative der damaligen "Beweisfotos", die vor einiger Zeit bereits in der RuL veröffentlicht worden sind. 

 

Vielleicht melden sich die Hexen nach längst verjährter Zeit und geben ihren Namen preis.

Fotos: Archiv Guido Fontaine

Mitgliederversammlung am 11. März 2018

Am Sonntag, dem 11.03.2018, fand in der "Galerie" im Vereinshaus Fraulautern die turnusmäßige Mitgliederversammlung des Vereins für Geschichte und Heimatkunde Saarlouis-Fraulautern e. V. mit Neuwahl des Vorstandes statt.

Nach der Totenehrung sprach der Vorsitzende noch einmal die besondere Ehrung des Vorstandsmitgliedes Klaus Hiery durch den Bundespräsidenten an und die Überreichung des Bundesverdienstkreuzes am Bande durch die seinerzeitige Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer im Dezember 2017. Auf Vorschlag des Vorstandes wurde außerdem das Vorstandsmitglied Josef Feiler durch die Mitgliederversammlung einstimmig zum Ehrenmitglied ernannt wegen seiner besonderen Verdienste um die Belange des Vereins.

 

Danach erstattete der Vorsitzende den Tätigkeitsbericht des letzten Kalenderjahres. Daran schlossen sich die Berichte des Kassierers und der Kassenprüfer an. Unter der Leitung des Vorsitzenden des Stadtverbandes der historisch-kulturellen Vereine Saarlouis e. V., Michael Hoen, erfolgte die einstimmige Entlastung des Vorstandes und die Neuwahl des Vorsitzenden. Der bisherige Vorsitzende wurde einstimmig wiedergewählt; die danach durchgeführten Wahlen der weiteren Vorstandsmitglieder führten sämtlich zur einstimmigen Bestätigung der bisherigen Vorstandsämter. Nach Durchführung der Wahlhandlungen wurden noch vom Vorsitzenden die Planungen für das laufende Jahr vorgestellt, nämlich die Veröffentlichungen von Heft 3 bis Heft 7 der Vortragsreihe sowie die vorgesehenen Exkursionen bzw. auswärtigen Veranstaltungen. Nach Beendigung des offiziellen Teils der Versammlung hielt der Vorsitzende noch einen durch umfangreiches Bildmaterial unterstützen Vortrag über: Fraulautern in alten Landkarten.

 

Also: Der alte Vorstand ist wieder der neue, oder der neue ist der alte. Wie man's nehmen will. Jedenfalls geht die Arbeit wie gewohnt energisch weiter.

Ausstellung im Städtischen Museum

Bis zum Ende des Monats Februar 2018 war die Ausstellung "Sammelsurium" im Städtischen Museum in Saarlouis zu sehen; die Ausstellung wurde über den Jahreswechsel hinweg bis zu diesem Zeitpunkt verlängert. Sie hatten also noch bis zum 28. Februar 2018 die Möglichkeit, die Exponate aus der Fraulauterner Industriegeschichte, insbesondere der Blechwaren- und Emaille- Industrie, zu den regelmässigen Öffnungszeiten des Museums zu sehen.

Bundesverdienstmedaille für Vereinsmitglied Klaus Hiery

Foto : Hakan Gündüz

Das Gründungsmitglied unseres Vereins und seither auch Mitglied im Vorstand, Klaus Hiery, erhielt am 13. Dezember 2017 von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier das Bundesverdienstkreuz am Bande überreicht. Zur Ehrung vorgeschlagen wurde Hiery von der Saarländischen Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer. Diese war es auch, welche die Ehrung im Rahmen einer kleinen Feier im Auftrag des Bundespräsidenten vornehmen durfte. In ihrer Ansprache würdigte die Ministerpräsidentin die besonderen Verdienste von Klaus Hiery und sein besonderes Engagement für das Gemeinwohl. Hiery habe sich diese besondere Auszeichnung durch sein uneigennütziges Engagement zur Pflege der bergmännischen Tradition redlich verdient. Die Ehrung sei daher auch ein Ausdruck des Dankes und der Würdigung für das hohe Maß an uneigennütziger und zugleich für die Gemeinschaft fruchtbarer Arbeit.

 

Schon während seiner aktiven Berufszeit als Bergmann habe sich Klaus Hiery in zahlreichen Organisationen der bergmännischen Interessenvertretungen engagiert. Heute noch sei er Vorsitzender des Landesverbandes der Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine und des Stadtverbandes der Berg- und Hüttenarbeitervereine in Saarlouis. Seiner Initiative sei es auch zu verdanken, dass nach dem Mauerfall der Landesverein regelmäßig an den Weihnachtsbergparaden in Schneeberg, Schwarzenberg und Annaberg sowie am Sächsischen Bergmannstag teilgenommen hat. Klaus Hiery ist weiter Mitglied des Bundesverbandes der Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine und war bis 2009 Vertreter des Bundesverbandes bei der Fédération Européenne des Mineurs et Sidérurgustes (FEMS).

 

Seit 2011 ist er auch im Bereit "Das Erbe der Bergleute" tätig. Zudem war er Mitbegründer des Fördervereins "BergBauErbeSaar - Förderverein zur Wahrung des Erbes des Bergbaus und der Bergleute an der Saar", der sich der Traditionspflege und dem Erhalt von Bergbauzeugnissen widmet. Kaum aus dem Erzgebirge zurückgekehrt, ist bereits die diesjährige Fahrt ins "Weihnachtsland Erzgebirge" fest eingeplant, genauso wie das traditionelle Grubenlampensammlertreffen der SaarLorLux-Region Ende Oktober, die Barbarafeier Anfang Dezember sowie seit einigen Jahren die Christliche Bergmette in der Apollioniakapelle am Tag vor Heilig Abend. Der ganze Verein freut sich mit Klaus Hiery über die Ehrung und wünscht ihm weiterhin ungebremste Tätigkeit in der Geschichts- und Traditionspflege.

Foto: Hakan Gündüz

 

 

Kürzlich ist Heft Nr.2 von "unsere Heimat ", dem Mitteilungsblatt des Landkreises Saarlouis für Kultur und Landschaft erschienen, das als Titelbild die neugotische Kirche von Fraulautern trägt. Dieses Titelbild wird in Bezug gesetzt zu der im Heft enthaltenen Buchbesprechung von Nr. 1 unserer Vortragsreihe :

 

"Fraulautern im dritten Reich- Die Geistlichkeit im Widerstand".

 

Die Rezension von Univ.-Prof.Dr.jur.Dr.phil. Thomas Gergen, Luxembourg wird zur Lekture empfohlen, ebenso natürlich auch die Monographie unseres Vorsitzenden.

 

Das Heft ist beim Landkreis Saarlouis sowie im Buchhandel einzeln erhältlich.

Pfarrfest Hl. Dreifaltigkeit 2017

Neben zahlreichen Besuchern verfolgte auf dem diesjährigen Pfarrfest der Hl. Dreifaltigkeit auch Peter Altmaier , Chef des Bundeskanzleramtes CDU, den Fassanstich des zukünftigen Oberbürgermeisters Peter Demmer SPD.

 

Leider trübte der später einsetzenden Regen etwas die Stimmung, aber die anwesenden Mitglieder unseres Vereins liessen sich die Laune vom Wetter nicht verderben

 

Eine kleine Anekdote am Rande:

Durch den diesjährigen Wahlkampf wird unser Fraulautern sogar in den Nachrichten des  T-online Dienstes erwähnt. Dort wird berichtet, dass Peter Altmaier berichtete, dass er auf dem Pfarrfest in Fraulautern die Leute sogar "herzlich" von Heiko Maas gegrüsst habe." "So weit geht das jetzt schon", erwiderte Maas amüsiert überrascht.

 

Städtische Museum Saarlouis feierte sein 90jähriges Jubiläum am 3. September 2017

Das älteste stadtgeschichtliche Museum des Saarlandes, und zugleich eines der ältesten Museen im Land überhaupt, feiert sein 90jähriges Bestehen. Dies wurde mit einem gemeinsamen Festprogramm zur gleichzeitigen Eröffnung der Ludwig Gallerie Saarlouis, früher Haus Ludwig, in der Kaserne VI gefeiert.

 

Aus diesem Anlass zeigt das Museum bis Ende des Jahres eine Sonderausstellung mit dem Titel:

 

"Saarlouiser Sammelsurium. 90 Jahre in Objekten"

 

Auf Bitte der Museumsleitung haben wir, der Verein für Geschichte und Heimatkunde Fraulautern, eine Vitrine mit Objekten aus unserem Archiv zum Thema Blech- und Email-Industrie Fraulauterns bestückt.  Natürlich konnte hier nur eine kleine Auswahl gezeigt und auch nicht alle Firmen dargestellt werden. Aber wir sind stolz darauf als Fraulautern einen Teil zu dieser Ausstellung beigetragen zu haben. 

 

Gelungener Vortrags- und Filmabend am 02.06.2016

Am Donnerstag, dem 02.06.2016 hatte der Verein für Geschichte und Heimatkunde Saarlouis-Fraulautern e. V. wegen der großen Nachfrage zum dritten Mal einen Vortrags- und Filmabend über die militärischen Ereignisse gegen Ende des 2.Weltkrieges im Kriegswinter 1944/1945 in Fraulautern abgehalten. Von dem erneut großen Zuspruch war der Verein etwas überrascht. Auch diesmal konnten nicht alle interessierten Zuhörer Platz finden.

In seinem Einführungsvortrag zu den im Film dokumentierten Ereignisse ging der 1. Vorsitzende Guido Fontaine von der Landung der Alliierten am D-Day (06.06.1944) in der Normandie aus, berichtete von der Überwindung des „Atlantikwalls“ und die anschließenden Kämpfe der dort gebildeten Armeegruppen, der Rückeroberung von Antwerpen, der Schlacht von Caen und der Schlacht um den Kessel von Falaise, dem Zurückweichen der deutschen Wehrmacht auf die Höhe des Westwalls und der geheimen Planung der Ardennenoffensive, die in der angelo-amerikanischen Sprachweise als „Battle of the Bulge“ bezeichnet wird. Sodann wurde auf die Person von General Georg S. Patton eingegangen, der später im Film bei seinem Auftreten in Saarlouis gezeigt wurde.

Danach führten die weiteren Ereignissen zu den unmittelbaren Kämpfen um den Brückenkopf Saarlautern. Der Vorsitzende des Vereins schilderte drei Episoden aus diesen Kämpfen, nämlich die Bildung des Brückenkopfs Saarlautern und die Verhinderung der Zerstörung der alten Schleusenbrücke am Deutschen Tor, von einem Ereignis in den Rodener Fliesen und den Kämpfen um den „Ballsaal in Fraulautern“, dem Tanzsaal des Hotels „Kaiserhof“ in der Bahnhofstraße/Ecke Alte Poststraße.

Damit waren auch bei den jüngeren Zuhörern die Voraussetzungen geschaffen, die in dem ca. 45 Minuten langen Stummfilm gezeigten Ereignisse einzuordnen. Mit starkem Interesse wurden diese bewegten Bilder verfolgt und nach Abschluß der Veranstaltung noch heftig diskutiert, zumal noch einige Zeitzeugen anwesend waren, die die Kämpfe in der Normandie noch miterlebt hatten.

Aufgrund des großen Interesses erwägt der Verein den Abend im späten Herbst (November) noch einmal zu wiederholen.

Saarlouis – Im Fluss der Zeit, Stadtgeschichte als Comic-Projekt

 

Seit März 2014 geistert der Wassermann Fluxus durch Saarlouis und seine Stadtteile und besucht die Sehenswürdigkeiten von Saarlouis und seiner Umgebung in seinem Herrschaftsbereich zwischen Bist und Prims. Dabei zeichnet er auf seinen Streifzügen die verschiedensten historischen Ereignisse auf, die vor und seit der Stadtgründung Geschichte geschrieben haben, und zwar in einer Mischung aus fiktiver Erzählung und historischen Fakten.

 

Monatlich erscheint eine neue Ausgabe, die der Wassermann Fluxus beim Leiter des Städtischen Museums Benedikt Loew abliefert.

 

Als Auftakt zur zweiten Staffel der Comicreihe „Saarlouis – Im Fluss der Zeit“ berichtet Fluxus von der Episode der Prinzessin Soubise, die Mitte des 18. Jahrhunderts fünf Jahre lang in Fraulautern lebte und für Aufregung sorgte. Die neueste Ausgabe unter dem Titel „Verbannt“ kann man sich ansehen auf der Internetseite von Fluxus www.fluxus-comic.saarlouis.de. Download und Ausdruck für private oder pädagogische Zwecke sind ausdrücklich erwünscht.

 

Sehen Sie also nach, was Fluxus über die Prinzessin herausgefunden hat. 

Vereinsraum Torbogen:
Klosterstraße 15
66740 Saarlouis-Fraulautern
______________________

Geschäftsadresse:
Verein für Geschichte

und Heimatkunde

Saarlouis-Fraulautern e.V.
Jahnstr. 93
66740 Saarlouis
 

"Soziale Stadt"

Auf den Seiten 

www.saarlouis.de und www.fraulautern.net können die ausführlichen Planungen eingesehen werden. 

Der Jahreskalender 2021 ist erhältlich für 15,00 EUR im Fahrradhaus Schwarz in der Bahnhofstraße sowie im Bistro Carat im Vereinshaus und im Lädchen auf der Siedlung in Fraulautern,selbstverständlich auch bei den Mitgliedern des Vereins oder im Rahmen der Geschichtstreffen im „Torhaus Soubise“.

Vereinszeitung

Rückblick 2020
ein Auszug unserer Vereinsarbeit
Zeitung 2020.pdf
PDF-Dokument [1.1 MB]

Der Vorstand des Vereins informierte seine Mitglieder im Zusammenhang mit der diesjährigen Mitgliederversammlung durch Überreichung bzw. Übersendung einer Vereinszeitung, in welcher die Vereinsaktivitäten im verflossenen Jahr 2020 sowie die beabsichtigten Veranstaltungen in diesem Jahr erläutert wurden. 

Die Veranstaltungsdaten der Fraulauterner Vereine für das Jahr 2021 ist Coronabedingt noch nicht verfügbar  

Einmal haben wir die 100.000 Besucher schon übersprungen, dass macht uns sehr stolz und wir möchten uns auf diesem Weg bei Ihnen Allen für Ihr Interesse bedanken.

 

Bitte scheuen SIe sich nicht uns über das Gästebuch Anregungen und Fragen zu kommen zu lassen. 

                                

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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